Emotionen und Melodien im Film

Eine wissenschaftliche Betrachtung

Meine Seite als Buch durchblättern: « +»

Von Emotionen und Empathie zur Filmmusik

Was Emotionen sind

Emotionen werden durch Reize ausgelöst, die dann zu entsprechenden Verhaltensweisen des Menschen führen. Folgende Grundformen der Emotionen sind angeboren: Angst, Freude, Trauer und Wut. Weitere Emotionen wie Ärger, Ekel, Neugier, Überraschung und Verachtung sind angelernt oder von den Grundformen abgewandelt. Diese sind jeweils abhängig vom Typ Mensch, von seinem Umfeld, in dem er aufwächst, und von seiner Kultur.

Um eine bessere Verbindung von Emotionen zur Musik zu schaffen ist die "Einstufung verschiedener Emotionen" nach Schmidt-Atzert eine mögliche Variante, da deren Dimensionen angenehm - unangenehm und Erregung - Ruhe direkt durch musikalische Begriffe ausgedrückt werden können: "Erregung" - "Ruhe" zur Beschreibung von Tempo und "angenehm" - "unangenehm" zur Beschreibung von Konsonanz und Dissonanz.

Einstufung verschiedener Emotionen nach Schmidt Atzert

Empathie - Die emotionale Verbindung zwischen Zuschauer und Schauspieler

Damit sich Filmzuschauer in die Emotionen der Schauspielenden einfühlen können, ist Empathie notwendig. Empathie ist die Anlage und Bereitwilligkeit, Gefühle, Emotionen und Gedanken von anderen Menschen zu erkennen und zu verstehen. Sie ist bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt. Dies beruht auf der Annahme, dass jeder Mensch ein affektives Gedächtnis (auch emotionales Gedächtnis) besitzt, bei dem bestimmte Reize in Form von Erinnerungen, bestimmte Emotionen hervorrufen. Je nach Ausprägung des affektiven Gedächtnisses können sich Menschen besser oder schlechter in die schauspielenden Personen und deren Emotionen einfühlen. Filmmusik schafft es auf der musikalischen Ebene, dass Ungesagtes, Gefühle und Emotionen der schauspielenden Personen den Zuschauern besser übertragen werden können.

Zum Kapitel Von Emotionen und Empathie zur Filmmusik